Die 10 meistgelesenen Artikel im Jänner 2012

Die zehn meistgelesenen Artikel im Hospiz Tagebuch im Jänner 2012.

  1. Wir sagen Danke – Management Center Innsbruck
  2. Wir sagen Danke – Toyota Bacher
  3. Schlafen, atmen, schlucken, schwitzen – Ein ALS Patient über seine Krankheit
  4. Landeshauptmann Günther Platter besuchte Hospiz- und Palliativstation Innsbruck
  5. Fotos zum Auftanken – Sommer in Innsbruck
  6. Sterben und Tod meines Vaters
  7. Sterben und Tod in verschiedenen Religionen
  8. Der „Runde Tisch“ als Instrument in der Palliativbetreuung
  9. Marina Baldauf erhält Ehrenzeichen des Landes Tirol
  10. Lachen und Weinen – Ausbildungskurs für Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen in Imst

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Gedanken – Sehnsüchte

... Sehnsucht ...

Unsere Sehnsüchte
sind unsere Möglichkeiten.

Robert Browning

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Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau

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Wir sagen Danke – Amraser Adventsonntage

Elisabeth Zanon (Vorsitzende der THG) dankte Familie Scherkl/Neuner für ihr unermüdliches Engagemt zugunsten der Hospizbewegung in unserem Land und für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit durch die Amraser Bevölkerung. Im Bild: Gertrud Scherkl, Peter Scherkl, Elisabeth Zanon (v.l.n.r.)

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Lachen und Weinen – Ausbildungskurs für Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen in Imst

Im Tiroler Oberland startete wieder ein Ausbildungskurs für Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen.

Das erste Wochenende zeigte auf, dass trauriges und fröhliches oft nahe beieinander liegt.

12 Frauen und ein Mann stellen sich der herausfordernden Ausbildung und werden die ehrenamtlichen Hospizgruppen in der Region verstärken.

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Dr. Elisabeth Zanon – Neue Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Marina Baldauf übergab am 27. Jänner 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz den Vorsitz der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft an Dr. Elisabeth Zanon.

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Herzlich Willkommen – Neue haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen

Neue haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen auf der Hospiz- und Palliativstation Innsbruck, im Mobilen Team und im Vorstand beim Einführungstag mit der kollegialen Führung: Brigitte Weichselbraun, Aglaia Hartig, Karin Übeleis, Elisabeth Draxl (Pflegedienstleitung), Sabine Schlack, Sabine Zangerl, Theresa Zingele, Helene Maier-Kogler, SR Jutta Maria, Reinhilde Tabernig, Elvira Koidl, Annelies Wäger, Sylvia Gallrauner, Herta Reitmeir (hinten stehend, v.l.n.r.), Helmut Schwamberger (Vorstand), Elisabeth Medicus (Ärztliche Leiterin), Elisabeth Zanon (Vorsitzende THG), Karin Prikl, Markus Mader, Hildegard Froschhammer, Werner Mühlböck (Geschäftsführer) (vorne sitzend v.l.n.r.)

Wir heißen alle neuen MitarbeiterInnen herzlich willkommen und wünschen Ihnen einen guten Start im Team der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft!

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Gedanken – Neues Leben

Ein neues Leben können wir nicht anfangen,
aber täglich einen neuen Tag.

Henry David Thoreau

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Im Hospiz – Ein ALS Patient erzählt

Du bist wichtig, einfach weil du du bist.

ein Ort der von den meisten Menschen
falsch interpretiert wird
als Sterbeanstalt
für Arme
düster bedrückend
schwer kranke
auf den Tod wartende Menschen
weinende verzweifelte Menschen
von Schmerzen geplagte
Hektik Unruhe
ein Ort den man meiden wil
er erinnert an etwas schreckliches
etwas das jeder von uns verdrängt
von dem man nichts wissen will

das Gegenteil ist der Fall
ein Ort der Begegnung
der Begegnung mit dem Nächsten
mit dem Menschen nicht mit der Person mit einer Nummer
wer ist im Hospiz dieser Nächste
Conrad Ferdinand Meyer zeigt es uns in seinem
Gedicht „Dein Nächster“ auszugsweise
….
dein Nächster, der lebt Dir in aller Welt
all überall unterm Himmelszelt.
Dein Nächster ist jeder, ob arm, ob reich
in dieses Kreises kleinen  Bereich.
….
Der Blinde auch….
Die alte Frau…
Dein Widersacher…
Der Bettler…
… auch der reiche Prasser,
der Glaubensspötter und  Kirchenhasser,
der längst an keinen Herrgott mehr glaubt.
Und der, dem das Schicksal die Heimat geraubt,
der nichts mehr als seinen Wanderstab hat,
auch der im Spital liegt, fiebernd und matt.
Der mit der alten geflickten Hose
ist auch Dein Nächster, der Arbeitslose,
der Irre, den die ärztliche Kunst nicht mehr heilt
und der selbst, hinter Gittern weilt.
Verleugne in eitlem Stolze nimmer,
er ist, trotz allem dein Nächster noch immer.
Und kannst Du, so nimm dich seiner an
so wie einst der barmherzige Sameritan.
Bedenke: Dein Nächster ist jedermann,
ist jeder, dem Atem von Gott und Leben,
ist jeder, dem er Menschenantlitz gegeben.

Der Nächste auch der Sterbende
und ich  merkte, ich als Lebender
wie vorsorglich sich das ganze Team bemüht
ganz nach der Intention der Gründerin

Du bist wichtig, einfach weil du du bist.
Du bist bis zum letzten Augenblick deines Lebens wichtig.
Und wir werden alles tun, damit du nicht nur in Frieden sterben kannst,
sondern LEBEN kannst bis zuletzt.
(Cicely Saunders, Gründerin der modernen Hospizbewegung )

sicher nicht unbedingt immer mit nur
sehr positiven Vorzeichen
man verliert meistens einen geliebten Menschen
und eben dieses Team von  ÄrtzInnen , Seelsorgern,
PflegerInnen, Ehrenamtlichen, Praktikanten
die helfend zur Seite stehen
mit viel Kompetenz und Einfühlsamkeit
egal welcher Weltanschauung man angehört
jeder vom Team sieht wo er gerade gebraucht wird
niemand ist sich zu gut auch niedere Dienste zu tun
alle arbeiten  nach ihrem können sehr gut zusammen
von der Hausfrau Sozialarbeiterin Pflegedienstleitung bis zum Chef

ich persönlich sehe das Hospiz
eigentlich als eine Wiedergeburtsstation
wir kommen ja auch in einer Geburtsstation auf diese Welt
aus dem schützenden Mutterleib kam jeder von uns
auf eine Welt voller Ungewissheiten
ohne Hilfe nicht einmal lebensfähig
oft wollten so manche diesen schützenden Mutterleib
nicht verlassen aber es musste einfach sein
der erste Atemzug und schon beginnt
die Bewusstheit dieses Menschen
mit all den Grundbedürfnissen
die jeder von uns hat
Fähigkeiten werden das ganze Leben lang erworben
man nimmt an Weisheit und Erfahrung zu…
und jetzt im Hospiz der Wiedergeburtsstation
man gibt nach und nach die noch verbliebenen Fähigkeiten ab
und mit der Zeit werden auch die Grundbedürfnisse immer weniger
bis zu eben diesen ominösen letzten Atemzug
den man eben nicht machen will
man hat Angst
was kommt da auf mich zu
wohin komme ich in welches Umfeld komme ich
werde ich in eine neue Welt hineingeboren
Angst vor der Ungewissheit
ist es wirklich diese Unbescheidenheit
frei von jeglichem Leid
habe ich die Vollkommenheit durch meine Weisheit erreicht
oder bin ich noch nicht so weit
begegne ich denen die ich liebte die ich kannte
wie wird dieses „Wiedersehen“ sein
oder gibt es gar kein Wiedersehen
Unsicherheit Angst Ungewissheit
diese Gefühle zu überwinden ist sicher nicht einfach
aber gerade im Hospiz ist das ganze Team bemüht
all das zu überwinden
wer die Atmosphäre dort nicht kennt
muss sie einfach einmal erleben
schon wenn man diesen Ort betritt
hat man gleich ein besonderes Gefühl
Geborgenheit in einer familiären Umgebung
jeder vom Team ist eben um jeden bemüht
seien es Besucher, Patienten oder Kollegen
der Mensch steht im Vordergrund
Freundlichkeit und Herzlichkeit stehen an 1.Stelle
auch wenn die Belastung manchmal enorm ist
wenn z. B.: sich Jemand zum „Gehen“ bereit macht
man merkt es nicht oder kaum
obwohl so mancher vom Team
unwillkürlich eine gewisse Beziehung aufgebaut hat
man denke nur an die vielen Gespräche
die geführt wurden
immer ist jemand da der zuhört
der tröstet der Kraft gibt
da kann man sich nicht total abgrenzen
das lässt niemanden kalt
in Würde wird er für die letzten Begegnungen
und den Abschied von seinen Lieben vorbereitet
der Seelsorger und das ganze Team
betreuen die Angehörigen
mit viel Einfühlsamkeit in ihrer Trauer
das Leben jedoch geht weiter
mit all seinen Fassetten

vieles könnte ich noch schreiben
ich hatte ja das Glück 5 Wochen
in Kurzzeitpflege dort zu verbringen

jeder ist gleich willkommen

Die Amyotrophe Lateralsklerose (Abkürzung: ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Die Ursache ist unbekannt. Es kommt zu einer fortschreitenden und irreversiblen Schädigung oder Degeneration der Nervenzellen (Neurone), die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar. Der Schwerpunkt der Therapie liegt auf einer Linderung der Symptome und psychologischer Betreuung. (aus: Wikipedia)

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Wir sagen Danke – Management Center Innsbruck

Das Team des MCI hat sich zu Weihnachten 2011 entschlossen auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten und den gemeinsamen Betrag von 5.000,- Euro der Tiroler Hospizgemeinschaft zu schenken. Wir schätzen die Arbeit dieser wichtigen Institution ungemein und wünschen weiterhin viel Energie und Erfolg im so positiven Wirken.

Dr. Andreas Altmann – Geschäftsführer MCI
www.mci.edu

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