Archiv für den Monat: April 2012

Wenn das Leben ganz Augenblick wird – Jahresbericht 2011 der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

"Nötiger als Brot hat der Mensch, in der Gesellschaft erwünscht zu sein." Hl. Mutter Teresa

Der Jahresbericht 2011 der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ist erschienen.

Aus dem Inhalt:

  • Wenn das Leben ganz Augenblick wird
  • Blitzlichter 2011
  • „Wir wären total überfordert gewesen“ – Das Mobile Hospiz- und Palliativteam
  • „Eigentlich sollte man schon am Anfang des Lebens hier sein …“ – Die Hospiz und Palliativstation
  • Dem Leben mehr Leben geben – Ehrenamtliche Hospizbegleitung
  • „Eine breit Auswahl an lehrreichen, interessanten und nützlichen Fortbildung“ – Die Bildungsarbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
  • Da geht ein Mensch – Diagnose Magenkrebs. Austherapiert.

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Tel.: 0512-7270-38
E-Mail: office@hospiz-tirol.at

Hier können Sie den Jahresbericht als PDF downloaden!

Reden ist Gold … – Ehrenamtlichen Tag 2012

Susanne Jäger begrüßte die rund 80 ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen zum diesjährigen Ehrenamtlichen Tag im Haus Marillac in Innsbruck.

Elisabeth Zanon (Vorsitzende der THG) dankte den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für ihr unermüdliches Engagement.

Begegnung mit Gleichgesinnten und Zeit für Gespräche

Der Workshop "Heilsames Singen. Mit der Stimme die Seele berühren"

In den Medidations- und Ruheraum konnten sich die TeilnehmerInnen jederzeit zurückziehen.

Christine Kogler, Susanne Jäger und Norbert Schletterer

Der Workshop "Ich habe nicht geraucht. Warum hat es mich getroffen?" zur symbolischen Kommunikation mit Christian Sint (Seelsorger THG)

Kaffee und Kuchen - ein Höhepunkt des Tages

Gewaltfreie Kommunikation im Zeichen von Wolf und Giraffe

Der Workshop "Gespräche in der Trauer" mit Eva Maria Plank (rechts)

Osttirol war stark vertreten: Maria Steiner und Reinhilde Tabernig

Das Team der Regionalarbeit der THG bedankte sich bei den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Im Bild: Annelies Schneider, Christine Kogler, Sabine Zangerl, Reinhilde Tabernig und Gabi Hauser (v.r.n.l.)

“Alles wird gut!” zum Tode von Adi Karlinger, Pfarrer von Saggen

Pfarrer Adi Karlinger

Als Nachbar und Pfarrer hat uns Adi Karlinger auf der Hospiz- und Palliativstation öfters aufgesucht. Manche unserer PatientInnen wünschten sich von ihm, die Salbung mit Öl. Andere haben den Draht nach oben verloren. Doch die Begegnung, ein Stück Leben, Geschichte mit ihm im Jugendheim St. Paulus, in der Schule oder anderswo hat das Feuer wieder entfacht. Wenn Adi sich von kranken, sterbenden Menschen verabschiedet hat, kam öfters der Satz: “Alles wird gut”. Dieses “Alles wird gut” war für mich keine billige Vertröstung, sondern Trost von einem, dessen Leben selbst an einem seidenen Faden hing. Worte aus dem Herzen eines Menschen, der ein Leben lang das “Gute” gelebt, verkündet und sich dafür eingesetzt hat. Eine leise Ahnung eines Lebens, des Himmels, der noch aussteht.

Christian Sint, Seelsorger

Foto: Maria Meixner

Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung startet in Osttirol

Am 13. und 14. April startete in Osttirol unsere Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung.

Die AusbildungsteilnehmerInnen. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Ausbildung und begrüßen sie herzlich in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Helene Mayr-Kogler, die Referentin des ersten Wochenendes begleitet die Gruppe mit kreativen Aufträgen in die eigenen Erfahrungen wo Abschied und Trauer, Tod und Neubeginn das persönliche Erleben präg(t)en.

„Angst vor dem Tod? Jetzt bitte noch nicht…“ Hubert von Goisern zu Besuch auf der Hospiz- und Palliativstation

Am Abend des 12. April sang Hubert von Goisern in einer ausverkauften Olympiahalle in Innsbruck. Mittags vor seinem Konzert begeisterte er mit seiner unkomplizierten, fast schüchternen Art, Gäste und MitarbeiterInnen der Hospiz- und Palliativstation. Ein kleines PrivatKonzert gab`s als Draufgabe.

Hubert von Goisern im Gespräch mit Elisabeth Draxl (Pflegedienstleitung THG) und Werner Mühlböck (Geschäftsleitung THG)

Warum kommst du während deiner zeitlich doch sehr dichten Tournee ausgerechnet ins Hospiz auf einen Besuch? „Vor ungefähr zwanzig Jahren war ich schon einmal auf der Innsbrucker Klinik bei krebskranken Kindern. Das hat in mir intensiv nachgewirkt und so war es für mich klar, dass ich, wenn es irgendwie zeitlich geht, das Hospiz in Innsbruck besuchen möchte.“

Hast du Angst vor dem Sterben? „Was das Sterben und den Tod betrifft, hat sich bei mir im Laufe der Zeit einiges geändert. Früher hatte ich viel mehr Angst vor dem Kranksein. Jetzt ist es für mich eine viel beängstigendere Vorstellung plötzlich und unerwartet zu versterben. Ich möchte Zeit haben mich vom Leben und den Menschen zu verabschieden.“

Und oder Angst vor der Endgültigkeit des Todes? „Für mich ist es so, dass mich das Bewusstsein meiner eigenen Endlichkeit eher ent- als belastet. So manche Entscheidung wird im Angesicht des eigenen Todes leichter. Vieles relativiert sich. Angst vor dem Tod habe ich nicht. Wobei ich schon zugeben muss, dass ich mir so manches Mal denke ‚‘nein, jetzt aber bitte noch nicht‘.

Fotos: Maria Streli-Wolf, THG

Webbtipp – Tellerrandmedizin.org

Ein Blog für alle, die über ihren (schul)medizinischen Tellerrand blicken wollen

Wie werde ich ein guter (menschlicher) Therapeut?

Der Tellerrand-Blog soll bei der Beantwortung dieser Frage mit Tipps über Veranstaltungen, Links, Bücher und verschiedenem mehr helfen. Er wendet sich an Menschen in Gesundheitsberufen, die über ihren (schul)medizinischen Tellerrand blicken wollen, aber auch an Patienten, Angehörige oder einfach nur Interessierte.
Tellerrandmedizin bedeutet Herzensmedizin – eine menschliche und ganzheitliche Einstellung zur Medizin, die von Herzen kommt. Den Patient nicht als Träger einer Krankheit zu betrachten, sondern als Mensch in den Mittelpunkt zu stellen.

www.tellerrandmedizin.org