Archiv für Mai, 2012

Grenzen sehen und achten – Das Spannungsfeld von Autonomie und Fürsorge aus ethisch rechtlicher Sicht

Helmut Schwamberger widmete sich in senem Vortrag der ethischen Dimension fürsorglichen Handelns.

„Wichtig ist, die Grenzen der Fürsorgepflicht zu sehen und auch zu achten. Unbestritten ist, dass gerade beim Menschen am Ende seines Lebens sowohl die Wahrnehmung von Autonomie als auch die entsprechende Fürsorge eine schwierige Sache sind und nur nach der jeweiligen Situation beurteilt und gehandelt werden kann. Das Recht auf autonome Entscheidung kann allerdings auch die bestgemeinte Fürsorge begrenzen. Fürsorge bedeutet nicht, das gut Gemeinte unbedingt umzusetzen, sie gewährt vielmehr Freiheit und Rücksichtnahme auf Individualität, allenfalls auch um den Preis von Verletzungen, Unbill und Vorwürfe von außen.

Eine partnerschaftliche Fürsorge wird dem Patienten gerecht, aber auch demjenigen, dem die Fürsorge anvertraut ist. Im Sterben noch selbstbestimmt zu agieren ist ein schwieriges Unterfangen. Denn nur wenige haben in dieser Situation noch die Fähigkeit zur aktuellen Selbstbestimmung. Und im Sterben geht es immer um das Loslassen, das Sich-Überlassen und Sich-Anvertrauen. Fürsorge muss so die Umstände des Patienten berücksichtigen und seinen Willen erfassen, um ihm wirklich helfen zu können. Es geht dabei nicht nur allein um den Organismus, sondern um den Menschen in seiner Gesamtheit.“

Dr. Helmut Schwamberger bei seinem Vortrag zum Thema „Das Spannungsfeld von Autonomie und Fürsorge aus ethisch-rechtlicher Sich“ beim Tiroler Palliativtag 2012.

Hier können Sie den gesamten Vortrag von Dr. Helmut Schwamberger als PDF downloaden!

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Praxislehrgang Palliative Care in Hall in Tirol

Die Absolventinnen des Praxislehrgangs Palliative Care in Hall in Tirol. Ganz rechts: DGKS Gabi Hauser, Kursbegleiterin und Regionalbeauftragte der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft für die Region Schwaz

Gemeinsam mit dem Bezirkskrankenhaus Schwaz und dem Landeskrankenhaus Hall hat die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft einen „Praxislehrgang Palliative Care“ im Umfang von 48 Unterrichtseinheiten veranstaltet. Der Lehrgang umfasste 6 Seminartage zwischen März und Mai 2012. Neben medizinischem und pflegerischem Wissen wurden noch viele weitere Aspekte von Palliative Care behandelt: ethische und rechtliche Fragen, Themen der Kommunikation und Zusammenarbeit, spirituelle Fragen und das Thema „Wie gehen wir mit Sterben und Abschied in unserer Institution um?“.

Die 20 TeilnehmerInnen aus den beiden Krankenhäusern, allesamt MitarbeiterInnen in der Pflege, haben vom Lehrgang sehr profitiert. Viele haben die Rückmeldung gegeben, dass sie das neu erworbene Wissen bereits in der Praxis umsetzen können und sich nun ihren Aufgaben in der Palliativbetreuung besser gewachsen fühlen. „Würde ich sofort wieder machen!“, hat uns eine Absolventin mitgeteilt. „Ein guter Grundstein für die Zukunft“, lautet ein weiterer Kommentar.

Wir gratulieren allen AbsolventInnen herzlich zu ihrer erfolgreich absolvierten Weiterbildung und wünschen ihnen alles Gute für ihre weitere Tätigkeit in der Betreuung schwer kranker und sterbender Menschen.

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Foto zum Auftaken – Tiefe Wurzeln

Foto: Urban Regensburger/THG

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Nicholas Ofczarek liest für Hospiz-Bewegung

Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek lesen am 1. Juni in Schloss Ambras aus Werken von Nobelpreisträgern

Nicholas Ofczarek über Leben, Sterben und die Hospizbewegung

Wenn man sich so intensiv wie in der Rolle des Jedermanns mit dem Tod beschäftigt, wie geht man damit persönlich um? Wie verändert sich dadurch der Blick auf das eigene Leben?

Nicholas Ofczarek: „Beim “Jedermann” geht es mehr um die Lebensbilanz – also um die Zeit knapp vor dem Tod. Dass Jedermann sterben muss, ist ziemlich bald klar; die Frage ist: wie stirbt er? Wer begleitet ihn? Wohin geht er? Und wie schaut er auf sein Leben zurück? Letztendlich findet Jedermann zur Spiritualität und zu einem göttlichen Urvertrauen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit fand bei mir ehrlich gesagt schon vor den Proben zum Jedermann statt. Mein Leben ist mir kostbar und ich versuche, jede Minute zu genießen.“

Haben Sie mehr Angst vor dem Sterben oder dem Tod?

Ofczarek: „Ich habe mehr Angst vor dem Sterben an sich, da ich überzeugt bin, dass der Tod kein Ende darstellt. Aber das Loslassen könnte schmerzhaft sein.“

Wie möchten Sie persönlich Ihre letzte Zeit verbringen?

Ofczarek: „Umgeben von meinen Liebsten und schmerzfrei. Ich möchte Zeit haben zurückzublicken und mich zu verabschieden.“

Was wünschen Sie Menschen in Ihrer letzten Lebenszeit? Was kann hier die Hospizbewegung leisten?

Ofczarek: “Jeder Mensch sollte in Würde gehen dürfen. Genau hier setzt die Palliativmedizin und die Hospizbewegung an – den Sterbenden und den Angehörigen Raum und Unterstützung für diese letzte wichtige Zeit zu bieten. Niemand sollte allein sein. Ich persönlich habe große Hochachtung vor der Idee der Hospizbewegung und vor allem vor den Menschen, die sie umsetzen. Deshalb ist es mir ein Anliegen, sie zu unterstützen und die öffentliche Wahrnehmung zu schärfen: unsere Gesellschaft neigt dazu, Krankheit und Tod zu verdrängen. Aber ein offener und würdiger Umgang mit dem Sterben ist nur möglich, wenn viele Menschen sich diesem Thema stellen.“

Alle Infos zur Benefizsoiree am 1. Juni finden Sie hier!

Online Kartenvorverkauf auf: www.altemusik.at

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Ehrenamtliche Hospizbegleitung – Ausbildung in Wörgl

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung läuft derzeit in Wörgl.

Die Teilnehmerinnen an der Ausbildung zur ehrenamtliche Hospizbegleiterin in Wörgl mit Sabine Zangerl (Regionalbeauftragte Kitzbühel und Kufstein).

Christian Sint (Seelsorger der THG)

Die Ausbildung Ehrenamtliche Hospizbegleitung in Wörgl läuft sehr gut. Die Ausbildung hat im März gestartet. Es sind 16 Teilnehmer in Ausbildung. Einige haben schon mit dem Praktikum begonnen, andere werden in Kürze starten.

Am Freitag, 11.5.12 hatte die Gruppe zum Thema

  • Glaubensbilder
  • Glaubenswege
  • Riten
  • Zeichen
  • Symbole
  • Werte

Eigene Spiritualität, tägliche Rituale, symbolische Sprache kranker Menschen und Rituale für Sterbende und nach dem Tod waren die Themen, die Christian Sint, den Teilnehmern näher brachte. Die ganze Gruppe konnte begeistert mitgehen und mitarbeiten. Alle TN freuen sich auf die weiteren noch kommenden Inhalte der Ausbildung.

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Klavierkonzert auf Hospiz Station

Auf der Hospiz Station fand ein kleines aber feines Klavierkonzert statt.

Herr Mag. Alexander Ringler spielte für PatientInnen, Angehörige und BesucherInnen.

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Tiefe und Weite – Fahrt nach Assisi

Ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft reisten Anfang Mai nach Assisi.

Die ehrenamtlichen HospizbegeliterInnen

22 ehrenamtliche MitarbeiterInnen waren vom 30. April bis 4. Mai 2012 mit Werner Mühlböck, Geschäftsführer der THG, und Christian Sint, Seelsorger, gemeinsam in Assisi. Susanne Riml, ehrenamtliche Mitarbeiterin aus Tumpen, Ötztal,schreibt über diese Tage:

“Wenn man zu Fuß auf den Spuren des Franz von Assisi unterwegs ist, dann erfährt und spürt man eine ganz besondere Tiefe und eine unendliche Weite. Man erfreut sich an der wunderbaren Schöpfung, die Franziskus im Sonnengesang so schön beschrieben hat. Und es gelingt Vergangenes zurückzulassen, Neues zu beginnen, dem Ruf des Herzens zu folgen und darauf zu vertrauen, dass Gott der Herr uns immer behütend und schützend in seinen Händen hält.”

O Herr, in deinen Armen bin ich sicher. Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten. Ich weiß nichts von der Zukunft, aber ich vertraue auf dich. (Franz von Assisi)

“Wenn ich an unsere Fahrt nach Assisi denke, überkommt mich sehr viel Dankbarkeit. Ich bin dankbar für die gute Gemeinschaft, die wir hatten Die starke Spiritualität, die wir erleben durften, die vielen Spaziergängen und das viele Lachen und Singen. Es war eine tolle Woche. Danke auch an Christian und Werner die das alles  möglich gemacht haben.”

Petra Krumböck

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Medizinische Aspekte in der Palliativbetreuung – Ausbildung Ehrenamtliche Hospizbegleiter in Osttirol

Der zweite Teil der Ausbildung für ehrenamtliche Hospizbegleiter in Lienz widmete sich dem Thema "Medizinische Aspekte in der Palliativbetreuung" Im Bild: v. li: Vedeta Huber / Dr. Daniela Zojer / Annelies Lukasser

Nach den "einwendigen" Themen erden wir uns mit einem Jodler.

DGKS Cilli Ortner demonstriert mit Kompetenz und Engagement die vielen Möglichkeiten der pflegerischen Hilfestellungen am Krankenbett.

Die Ehrenamtlichen erfahren selbst, wie es ist, in einem Krankenbett zu liegen.

Die TeilnehmerInnen des Ausbildungskurses zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung in Osttirol.

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Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau

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Gedanken – Geheimnis

Kinder suchen immer nach dem Geheimnis jenseits des Spiegels.
Nur wir Erwachsenen begnügen uns
mit unserer flachen Vordergründigkeit.

Stanislaw Jerzy Lec

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