Kategorie-Archiv: Begegnungen

Gründungsfest der Hospizgruppe Lienz

Am 8. Juni feierte die neue Hospizgruppe Lienz ihr Gründungsfest.

Am 8. Juni feierte die neue Hospizgruppe Lienz ihr Gründungsfest.

Vorsitzende Dr. Elisabeth Zanon hielt die Festrede

Vorsitzende Dr. Elisabeth Zanon hielt die Festrede

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen: v.l. Monika Unterweger, Kals, Theresia Lang, Obermauern, Beatrix Langer, Lienz, Maria Anna Unterasinger, Nikolsdorf, Brigitte Weis, Lienz

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen: v.l. Monika Unterweger, Kals, Theresia Lang, Obermauern, Beatrix Langer, Lienz, Maria Anna Unterasinger, Nikolsdorf, Brigitte Weis, Lienz

Barbara Kreuzer überreicht eine selbstgemachte Kerze

Barbara Kreuzer überreicht eine selbstgemachte Kerze

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen: v.l. Andrea Preisegger, Maria Steiner, Magdalena Oblasser, Annelies Lukasser

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen: v.l. Andrea Preisegger, Maria Steiner, Magdalena Oblasser, Annelies Lukasser

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Gruppenleiterin der HG Lienz Maria Steiner und Stv. Wolfgang Mayrhofer

Gruppenleiterin der HG Lienz Maria Steiner und Stv. Wolfgang Mayrhofer

Theresia Lang, Monika Unterweger und Bettina Weitlaner-Souissi (v.l.)

Theresia Lang, Monika Unterweger und Bettina Weitlaner-Souissi (v.l.)

Kerzen, Blumen, Glückwünsche

Kerzen, Blumen, Glückwünsche

Die Gulaschkanone aus der K&K Zeit

Die Gulaschkanone aus der K&K Zeit

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft,Hospizgruppe Lienz v.l. Vedeta Huber, Annelies Lukasser, Maria nna Unterasinger, Monika Unterweger, Wolfgang Mayrhofer, Beatrix Langer, Magdalena Oblasser, Margret Grimm, Maria Steiner, Brigitte Weis, Winfried Wenninger, Cilli Huter, Mathilde Dellacher, Theresia Lang, nicht auf dem Foto: Anni Hauser

Die neuen Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Hospizgruppe Lienz v.l. Vedeta Huber, Annelies Lukasser, Maria nna Unterasinger, Monika Unterweger, Wolfgang Mayrhofer, Beatrix Langer, Magdalena Oblasser, Margret Grimm, Maria Steiner, Brigitte Weis, Winfried Wenninger, Cilli Huter, Mathilde Dellacher, Theresia Lang, nicht auf dem Foto: Anni Hauser

 

Nicht zum Reden da …? – Die Hospiz- und Palliativstation

„Die Ziele müssen hier im Hospiz immer fl exibel an den Menschen, seine Bedürfnisse und seine Tagesverfassung angepasst werden.“ Stefanie Gläser

„Die Ziele müssen hier im Hospiz immer flexibel an den Menschen, seine Bedürfnisse und seine Tagesverfassung angepasst werden.“ Stefanie Gläser

„Als ich noch Physiotherapeutin auf einer neurologischen Station war, kam ich ins Zimmer zu einem Mann, der einen Schlaganfall hatte. Der Mann lag im Bett und weinte“, erzählt Stefanie Gläser. Er war mit seiner Situation vollkommen überfordert. „Ich setzte mich zu dem Patienten ans Bett und hörte ihm einfach zu. Nachdem er seiner Traurigkeit und seiner Wut Luft gemacht hatte, war er soweit, mit mir zur Therapie zu kommen. Später wurde mir von einem Kollegen gesagt, dass wir Physiotherapeutinnen nicht zum Reden da sind.“

Am richtigen Ort angekommen

Stefanie Gläser ist seit Mai vergangenen Jahres Physiotherapeutin auf der Hospiz- und Palliativstation. Seit sie dort arbeitet, hat sie das Gefühl, richtig angekommen zu sein, weil es „hier nicht nur um das Körperliche geht. Jetzt kann ich mein Verständnis von Physiotherapie, nämlich den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen, voll und ganz verwirklichen“, meint Stefanie Gläser. Wenn jemand ein einschneidendes Erlebnis hat oder nicht mehr lange zu leben hat, kann man nicht mehr nur nach Normen oder einheitlichen Standards arbeiten. „Die Ziele müssen hier im Hospiz immer flexibel an den Menschen, seine Bedürfnisse und seine Tagesverfassung angepasst werden. Diese können sich auch schnell wieder ändern. Es geht nicht darum, wie viel Grad das Knie wieder gebeugt werden kann“, erzählt die leidenschaftliche Physiotherapeutin, „es geht hier meist um existenzielle Ziele: Schmerzlinderung, Mobilität, um beispielsweise selbständig auf die Toilette gehen zu können, ein paar Schritte alleine zu machen oder auch um sich abends mit Freunden zum Kartenspielen treffen zu können.“

Mit Leidenschaft für den Menschen

Was für andere belastend ist, weckt in ihr die Begeisterung für ihren Beruf. „Wenn ich mit schweren oder existenziellen Themen zu tun habe, dann wächst in mir die Leidenschaft, mich mit meiner ganzen Person auf mein Gegenüber einzulassen und mit meinen Erfahrungen und Kenntnissen den Patienten zu helfen.“

Über die Hospiz- und Palliativstation:

Auf der Hospiz- und Palliativstation mit 14 Betten in Innsbruck werden Schmerzen und andere Symptome wie Übelkeit oder Atemnot mit den Mitteln moderner Palliativmedizin und -pflege behandelt. Im Zentrum des Tuns steht das Wohl des ganzen Menschen. Das heißt, der Mensch wird mit seinen physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen begleitet.

Die Schneekönigin – Trauer und Märchen – Ein Abend mit Jana Raile und der Hospizgruppe Ötztal

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Die Hospizgruppe Ötztal organisierte im Feber einen Märchenabend in Umhausen. Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen, neu erzählt von Jana Raile, erfreute rund 200 BesucherInnen. Der Hospizgruppe Ötztal ein herzliches Danke schön für diesen wunderbaren Abend!

Die Hospizgruppe Ötztal organisierte im Feber einen Märchenabend in Umhausen. Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen, neu erzählt von Jana Raile, erfreute rund 200 BesucherInnen. Der Hospizgruppe Ötztal ein herzliches Danke schön für diesen wunderbaren Abend!

 

Am 15.2.2013 veranstaltete die Hospizgruppe Ötztal im Kurzentrum Umhausen einen Märchenabend zum Thema “Trauer und Märchen”. 300 Besucher lauschten fasziniert und mucksmäuschenstill, wie die bekannte deutsche Erzählkünstlerin Frau Jana Raile im winterlichen Ötztal das Märchen, die “Schneekönigin” von Hans-Christian Andersen, einen Abend lang erzählte: Es war einmal vor langer, langer Zeit, da schuf der Teufel einen Spiegel, der alles Schöne und Gute verzerrte und hässlich aussehen ließ. Der Spiegel zersprang in viele tausend Stücke, und wenn sie einen im Herzen trafen, wurde dieses zu Eis. Die Splitter trafen auch Kay einen Jungen, der sich daraufhin völlig veränderte und in den eisigen Palast der Schneekönigin zog. Seine Freundin Gerda suchte ihn jahrelang und befreite Kay schließlich; seine eigenen Tränen retteten ihn, dadurch werden die Splitter hinweggespült.

Dieses winterliche Märchen thematisiert den Verlust eines geliebten Menschen, Trauer, Isolation sowie Einsamkeit. Es erzählt von Mut, Aufbruch, Hoffnung und der Kraft der Liebe, die alles überwinden kann. In den Tagen der Kälte, der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit, die mit der Trauer um einen geliebten Menschen einhergehen können sind Sprache, Erzählung, Liebe und Zuwendung wesentlich. Sterben und Abschiednehen sind die größten Grenzerfahrungen unseres menschlichen Seins. Märchen können in dieser Zeit des Übergangs und der Trauer Hilfe und Anker sein. Märchen schlagen Brücken zwischen Fantasie und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod, um nicht im Schmerz und in der Trauer gefangen zu bleiben, sondern bereit zu sein für Freundschaft, Liebe, Begleitung, Zuneigung: für ein lebenswertes Leben bis zuletzt.

Der Märchenabend wurde von Begleitworten der Leiterin der Hospizgruppe Ötztal Susanne Riml umrahmt und jeder der Zuhörer konnte sich einen bunten Glaskristall als Symbol der Buntheit, Vielfältigkeit und Fröhlichkeit des Lebens mit nach Hause nehmen.

Julia Mair

Ganz am Anfang und zugleich mittendrin – Hospizarbeit in Osttirol

Die Regionalbeauftragten der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft: Gabi Hauser, Sabine Zangerl (2. Reihe v. li.), Annelies Schneider, Bettina Weitlaner-Souissi, Reinhilde Tabernig (1. Reihe v. li.)

Die Regionalbeauftragten der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft: Gabi Hauser, Sabine Zangerl (2. Reihe v. li.), Annelies Schneider, Bettina Weitlaner-Souissi, Reinhilde Tabernig (1. Reihe v. li.)

Irgendwann, vor langer, langer Zeit wurde in mir eine Blumenzwiebel gesetzt, die im Verborgenen ruhte, um später, vorerst unsichtbar, ihre Blätter und noch später ihre Blüten auszutreiben. Und so ist es seit Jänner 2012 meine Aufgabe, als (hauptamtliche) Regionalkoordinatorin der ehrenamtlichen Hospizbewegung in Osttirol zum Blühen zu verhelfen.

Was hat das mit mir zu tun?

Ein erster wichtiger Schritt dafür war der Start der Ausbildung für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen im April. Mit Freude begleitete ich die intensiven, persönlichen Auseinandersetzungen der 15 OsttirolerInnen mit den Themen Sterben, Tod und Trauer. Die eigene Auseinandersetzung, also die Antwort auf die Frage „Was hat das mit mir zu tun?“, ist ja eine wichtige Innenarbeit, um andere Menschen in diesem sensiblen Lebensabschnitt gut begleiten zu können.

„Zommkemmen“: Trauern und Aufbrechen und Wachsen

Ein weiterer Schritt im Aufblühen der Osttiroler Hospizbewegung wurde in Kals getan. Cilli Huter, eine Teilnehmerin der ehrenamtlichen Ausbildung, rief mit großem Erfolg ein regelmäßiges „Zommkemmen“ ins Leben – eine Plattform für „individuelle und gemeinsame“ Dorf-Wandel-Trauerprozesse. Besonders freut mich auch, dass die 14 frisch ausgebildeten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen verbindlich in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft mitarbeiten möchten. Die offizielle Gruppengründungsfeier der Hospizgruppe Lienz findet am 8. Juni 2013 statt.

Ich erfahre, dass an vielen Plätzen in Osttirol hospizliche Blumenzwiebeln in der Erde sind, die sich zu ihrer Bestimmung hin entfalten, wachsen und ausdehnen. Das erfüllt mich mit Freude. Wir sind ganz am Anfang und zugleich mittendrin.

Reinhilde Tabernig
Regionalbeauftragte Osttirol

 

Über die Regionalarbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

15 Hospizgruppen mit 215 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in ganz Tirol begleiten und betreuen schwer kranke und sterbende Menschen zu Hause, im Heim oder im Krankenhaus. Sie schenken Zeit und Zuwendung, entlasten Angehörige, übernehmen kleine Hilfeleistungen und unterstützen Trauernde.

Jeder Tag eine Überraschung – Das Mobile Hospiz- und Palliativteam

Schwester Maria Kirchmair konnte Familie Kofl er mit Hilfe des Mobilen Hospiz- und Palliativteams gemeinsame Weihnachten zu Hause ermöglichen.

Schwester Maria Kirchmair konnte Familie Kofl er mit Hilfe des Mobilen Hospiz- und Palliativteams gemeinsame Weihnachten zu Hause ermöglichen.

Heinz Kofler leidet seit 20 Jahren an Parkinson und seit sieben Jahren an Demenz. Seine Frau Hildegard betreut ihn liebevoll. „Jeder Tag ist eine Überraschung“, erzählt sie, „du weißt nie, was er tut, ob er unruhig ist und was er mitbekommt.“ Durch die tatkräftige Mithilfe des Sozial und Gesundheitssprengels Kematen, dessen MitarbeiterInnen Heinz drei bis vier Mal am Tag besuchen, klappt die Betreuung gut.

Vom Pech verfolgt

Im Herbst bekam Hildegard eine Grippe und konnte sich nicht mehr um Heinz kümmern. So kam er zur Kurzzeitpflege ins Altersheim. Dort war Heinz vom Pech verfolgt, fiel aus dem Bett und hatte einen zweifachen Oberschenkelbruch. Heinz kam ins Landeskrankenhaus Hall.

Gemeinsam mehr bewegen

Heinz Kofler ging es nach den beiden Operationen sehr schlecht. Seine Frau Hildegard wollte ihn trotzdem nach Hause holen. Das Krankenhaus stellte sich aber quer und organisierte einen Heimplatz. In dieser schwierigen Situation sprach Hildegard mit Schwester Maria Kirchmair vom Gesundheits- und Sozialsprengel Kematen. „Wir erklärten den zuständigen Verantwortlichen im Krankenhaus, dass die Betreuung zu Hause gut machbar sei. Glücklicherweise gibt es ja das Mobile Hospiz- und Palliativteam, mit dem wir schon öfters gute Erfahrungen gemacht haben“, erzählt Schwester Maria.

Bei einem ersten Treffen im Krankenhaus wurden alle organisatorischen Fragen geklärt und das Mobile Hospizteam sicherte dem engagierten Sprengel seine Unterstützung zu. Im Notfall hätte Herr Kofler auch ins stationäre Hospiz übernommen werden können. Zusätzlich stellten alle Beteiligten einen Notfallplan für zu Hause auf. Dies gab allen Beteiligten die nötige Sicherheit, Heinz nach Hause entlassen zu können.

Wieder zu Hause erholte sich Heinz rasch und konnte mit seiner Frau Hildegard Weihnachten daheim verbringen. Schwester Maria Kirchmair: „Für Frau Kofler das schönste Weihnachten, das sie erleben durfte.“

Über das Mobile Hospiz- und Palliativteam:

Ein multiprofessionelles Team von diplomierten Pflegekräften, ÄrztInnen, einer Sozialarbeiterin und geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt zu Hause, im Pflegeheim und überall sonst schwer kranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige oder BetreuerInnen, wenn diese Hilfe brauchen.