Kategorie-Archiv: Fragen und Antworten
Fachwissen und Menschlichkeit -Die Bildungsarbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

„Die Bildungsangebote der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft werden in ganz Tirol stark nachgefragt.“ Sonja Prieth
Das Bildungsreferat bietet Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen an: für hauptberuflich in Palliative Care Tätige aus allen Berufsfeldern, für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen und für allgemein Interessierte.
Die Themen unserer Veranstaltungen reichen von medizinisch-pflegerischen über psychosoziale bis zu spirituellen Angeboten. Auch die Formate sind facettenreich: Es gibt Vorträge, Seminare, Tagungen, Kurzlehrgänge und – unser umfangreichstes Angebot – einen „Interprofessionellen Universitätslehrgang Palliative Care“, der 2012 zum ersten Mal abgeschlossen wurde.
Elfriede Leonhartsberger, Psychotherapeutin und Leiterin eines Wohnheims, sagte nach Abschluss des Lehrgangs: „Der Lehrgang hat meine Sensibilität gestärkt und mir einen professionelleren und zugleich menschlicheren Umgang mit Menschen am Lebensende ermöglicht. Ich habe vielfältige Impulse und praktische Ideen von den KollegInnen bekommen. Hervorragende ReferentInnen ermöglichten eine sehr fruchtbare Auseinandersetzung mit dem Themenbereich.“
Das Ziel unserer Bildungsveranstaltungen ist es, Fachwissen in Kombination mit einer dem Menschen zugewandten Haltung zu vermitteln. Denn Palliative Care ist mehr als die Anwendung von Konzepten und Methoden.
Susanne Jäger hat sich als Bildungsreferentin zehn Jahre lang dafür eingesetzt, seit Februar 2013 widmet sie sich neuen beruflichen Herausforderungen und hat daher die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft verlassen. Als Vortragende wird sie dennoch weiterhin tätig sein.
Sonja Prieth
Bildungsreferentin THG
Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau
Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau
Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau
Praxislehrgang Palliative Care in Hall in Tirol
Im Zeitraum März-April 2013 veranstaltete die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft in Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Hall und der Landespflegeklinik Hall den „Praxislehrgang Palliative Care“ mit 22 TeilnehmerInnen. In 49 Unterrichtseinheiten wurde Basiswissen über die verschiedenen Dimensionen von Palliative Care vermittelt. Vorträge, Diskussionen und viel Austausch über die Praxis der Betreuung von schwer kranken und sterbenden Menschen boten der interessierten Gruppe die Möglichkeit, sich umfassend mit ihrer anspruchsvollen Aufgabe auseinanderzusetzen.
Wir gratulieren allen AbsolventInnen herzlich zu ihrer erfolgreich absolvierten Weiterbildung und wünschen ihnen alles Gute für ihre weitere Tätigkeit in der Palliativbetreuung.
Das Leid des Sterbenden

“Leiden ist eine Erfahrung, die einer Person als Ganzes – in ihrer seelischen, körperlichen und psychischen Gesamtheit – widerfährt.” Dr. Erich Lehner
Das Leiden, das einem schwerkranken Menschen widerfährt, geht weit über die körperlichen Schmerzen hinaus. Körperliche Schmerzen können mittlerweile gut behandelt und gelindert werden. Aber wie kann ein Mensch das Leid, dass sein bevorstehender Tod, in ihm auslöst, positiv bewältigen? Dieser Frage widmete sich Erich Lehner in seinem Eröffnungsvortrag „Mit Leiden leben – Grenzerfahrung Tod“ am 8. Tiroler Palliativtag, der am 13. April 2013 im Hypocenter in Innsbruck stattfand.
Schmerzen widerfahren immer einem Teil des Körpers: Der Kopf schmerzt, der Unterbauch zwickt oder die Glieder tun weh. Leiden hingegen ist eine Erfahrung, die einer Person als Ganzes – in ihrer seelischen, körperlichen und psychischen Gesamtheit – widerfährt. Diese Erfahrung des Leidens entspringt dem Inneren einer Person – und nur dort kann Heilung entstehen.
Den inneren Heilungsprozess ermöglichen
Der innere Heilungsprozess kann nur aus und durch die Person selbst in Gang gebracht werden. Menschen, die dem Betroffenen in seinem Leiden beistehen, können aber eine Umgebung schaffen, die diese Heilung fördert und möglich macht. Diese helfende Umwelt braucht eine Kombination aus einer effektiven Pflege und einer menschlichen Begleitung. Im Zentrum steht dabei eine stabile und positive Beziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten.
Stabile Bindung trägt zur Linderung bei
Beziehung ist in vielen Fällen mit Bindung verbunden, insbesondere in Lebensphasen, die mit großer Abhängigkeit verbunden sind, wie die frühe Kindheit oder das hohe Alter. Diese stabile Bindung gibt dem Menschen die Sicherheit, über sich selbst und seine beängstigende Situation nachzudenken.
Aus dem Nachdenken heraus entwickelt der Sterbende die Kraft und den Mut, sich mit seinen eigenen Gefühlen und Ängsten auseinanderzusetzen. Sie zuzulassen und aus diesem Zulassen heraus, seine Gefühle zu erleben und zu verarbeiten. Dadurch setzt der Betroffene seinen inneren Heilungsprozess in Gang und kann sein Leid besser bewältigen. Leidende Menschen in der Begegnung mit dem Tod sind angewiesen auf Beziehungen, die ihnen eine sichere Bindung gewähren. Eine große Herausforderung für alle die sie professionell oder ehrenamtlich begleiten.
Jeder Tag eine Überraschung – Jahresbericht 2012 der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Der Jahresbericht 2012 der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ist erschienen.
Aus dem Inhalt:
- Schritt für Schritt dem Ziel entgegen
- Wenn man einen langen Weg vor sich hat …
- Treue zur Sehsucht
- Blitzlichter 2012
- Jeder Tag ein Überraschung – Das Mobile Hospiz- und Palliativteam
- Nicht zum Reden da …? – Die Hospiz- und Palliativstation
- Ganz am Anfang und zugleich mittendrin – Hospizarbeit in Osttirol
- Fachwissen und Menschlichkeit – Die Bildungsarbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
- „Jetzt geh ich ein paar Tage hinein“ – Die Hospizstation als letzte Heimat
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Tel.: 0512-7270-38
E-Mail: office@hospiz-tirol.at
Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau
8. Tiroler Palliativtag – Die Grenzen an der Grenze des Lebens
Der 8. Tiroler Palliativtag am Samstag den 13. April fand auch dieses Jahr im Hypo-Center in Innsbruck statt. Er war auch dieses Mal restlos ausgebucht und ein voller Erfolg.

Dr. Elisabeth Medicus (Ärztliche Leiterin Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) eröffnete den 8. Tiroler Palliativtag.

Dr. Erich Lehner widmete seinen Eröffnungsvortrag dem Thema “Mit Leiden leben – Grenzerfahrung Tod”.

MMag. Peter Norden setzte sich mit dem Thema “Wie haltet ihr das aus? – Arbeit mit schwer kranken Kindern” auseinander.

Dr. Daniel Büche und Pflegefachfrau Mona Mettler vom Konatonsspital St. Gallen sprachen über “Die Not am Lebensende – Wie machbar ist das gute Sterben?”

Dr. Gustl Zabernigg sprach über “Palliative Sedierungstherapie an den Grenzen der Symptomlinderung”.

Im Abschlussvortrag sprach Dr. Anton Schuierer über die “Spirituelle Begleitung von Menschen im Übergang”.
Statements der TeilnehmerInnen zum Palliativtag:
- „Sehr bereichernd, weit über medizinische Aspekte hinaus v. a. sehr guter Abschluss!“
- „Besonders der letzte Beitrag war sehr berührend und damit unvergesslich. Danke für diesen tollen Tag“
- „Ein sehr interessanter und informativer Tag. Nehme viele Gedanken mit. Alles sehr gut organisiert inkl. Verpflegung. Freu mich schon auf ein nächstes Mal.“
- „Dieser Tag ist für mich eine große Bereicherung und Bestärkung für meine Arbeit als Diplomkrankenschwester, meist im Nachtdienst tätig. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Vielen Dank!“
- „Die besten Referenten heute waren für mich Daniel Büche und Mona Mettler. Sie haben mich am meisten beeindruckt, berührt und waren am menschlichsten und sehr praxisbezogen.“
- „Das angenehme Ambiente und die ausgezeichnete Verpflegung rundeten einen interessanten Tag positiv ab.“
Wir danken der Hypo-Tirol Bank für die Unterstützung!







