Schlagwort-Archiv: Kinder

Einmal gibt es die Wüstenblume … – Wenn Kinder trauern

Die Hospizgruppen Schwaz und Zillertal beschäftigten sich in einem Seminar mit dem Thema "Wenn Kinder traueren"

Die Hospizgruppen Schwaz und Zillertal beschäftigten sich in einem Seminar mit dem Thema “Wenn Kinder traueren”

Im Zentrum standen dabei die Bedürfnisse der Kinder.

Im Zentrum standen dabei die Bedürfnisse der Kinder.

Die Hospizgruppen mit der Seminarleiterin Mag. Gertrud Larcher (rechts)

Die Hospizgruppen mit der Seminarleiterin Mag. Gertrud Larcher (rechts)

Die TeilnehmerInnen mit der Regionalbeauftragten Gabi Hauser (rechts)

Die TeilnehmerInnen mit der Regionalbeauftragten Gabi Hauser (rechts)

Einmal gibt es die WÜSTENBLUME …

Die Eule Heureka hörte sich den Kummer des kleinen Elefanten an. Sie überlegte eine Weile, legte den Kopf ein wenig schief und sagte: „Drei Dinge kannst du tun. Erstens, wenn du traurig bist, dann weine, egal was die anderen dazu sagen. Mit dem Weinen ist es nämlich wie bei einer dunklen, dicken Regenwolke. Wenn sie sich ausgeregnet hat, ist sie wieder leicht und weiß. Zweitens: Erzähle jemanden, den du lieb hast, von deinem großen Kummer. Und drittens, gib deinem Freund einen Platz in deinem Herzen, so wird er in deiner Erinnerung immer bei dir sein.“ Und  dann“, fügte Heureka hinzu, ist da noch die Zeit, die dir helfen wird. Sie wird etwas von deinem Kummer mit sich nehmen, während sie vergeht. „Danke“, sagte Benno. Dann machte er sich auf den Heimweg und fühlte sich schon ein wenig besser.

Buchtipp – Trauersplitter

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Margarete Clasen und ihr Mann haben ihren Sohn durch einen schlimmen Unfall plötzlich und mitten aus dem Leben heraus verloren. Jens war 14 Jahre:”Wir waren eine unbeschwerte Familie, erfüllt von großer Dankbarkeit über unsere drei Kinder… nachts passierte das Unglück… unser Sohn war sofort tot…Die Gedichte spiegeln unseren Verarbeitungsprozess des Verlustes wider und sprechen die gemeinsame Sprache der Trauernden. Vielleicht können sie im Sich-Wiederfinden der Gefühle anderen Menschen auf ihrem Weg der Trauer helfen.”

Trauersplitter

Gedichte nach dem Tod meines Kindes

von Margarete Clasen
Auflage 1., Aufl.
102 Seiten; m. 18 Farbabb.;
2008 Der Hospiz Verlag
ISBN 978-3-9811240-0-2
KNV-Titelnr.: 21099946

Ein Lichtermeer in der Kapelle des Bezirkskrankenhauses Kufstein

Sabine Zangerl (Tiroler Hospiz Gemeinschaft) - DGKS Ursula (Wochenstation) - Claudia Turner (Leitung Seelsorge BKH Kufstein) - DGKS Franziska und DGKS Evi (Gynäkologie) - Anni (Seelsorge) (v.l.n.r.)

Der Weltgedenktag für verstorbene Kinder war bisher in unserer Region wenig bekannt. Das wollte ein Team aus Pflege, Hospiz und Seelsorge ändern. Durch Plakate, Zeitungen und „Mundpropaganda“ wurden betroffene Eltern und Mitfühlende eingeladen, am 9. Dezember um 19 Uhr ein Licht ins Fenster zu stellen.

Zur gleichen Zeit war die Krankenhauskapelle Kufstein ein schöner Rahmen für eine stimmungsvolle Lichtfeier. Ausgewählte Texte wurden vorgetragen, berührende Lieder von den „Tiroler Stimmen“ gesungen, große und kleine Kerzen an mehreren Lichtinseln im Raum entzündet. Im Gedenken wurde die Nähe zu den Kindern spürbar, unabhängig davon in welchem Alter oder durch welche Ursache sie verstorben sind.

Nach großem Zuspruch wurde beschlossen, auch in Zukunft am zweiten Sonntag im Dezember an der weltweiten Aktion „Worldwide Candle Lighting“teilzunehmen.

Claudia Turner (Leitung Seelsorge BKH Kufstein)

Gedenkmesse für Kinder | So, 09.12.2012, Dom zu St. Jakob in Innsbruck

Zum weltweiten Gedenktag für verstorbene Kinder lädt die Klinikseelsorge Innsbruck ein zur

Gedenkmesse für Kinder

die vor, während oder kurz nach der Geburt

verstorben sind

mit Bischof Dr. Manfred Scheuer

am Sonntag, 09.12.2012 um 14:00 Uhr im Dom zu St. Jakob in Innsbruck

Hoffnung ist das Vertrauen darauf,

dass Wunden heilen können.

Hoffnung ist der Glaube an die Kraft,

die uns aus dem Dunkel in das Licht zurückführt.

Jeden 1. Samstag im Monat findet von 15-17 Uhr ein Elternforum im Haus der Begegnung in Innsbruck, Rennweg 12, statt für Eltern, deren Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben ist.

Kontakt: PA Mag. Tomy Mullur, Klinikseelsorge Innsbruck, Tel. 050 504-22285

Gedenkmesse für frühverstorbene Kinder – So 11. Dezember 2011

Zum weltweiten Gedenktag der verstorbenen Kinder
lädt die Klinikseelsorge Innsbruck ein zur

Gedenkmesse für Kinder
die vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind

mit Bischof Dr. Manfred Scheuer

am

Sonntag, 11.12.2011 um 14.00 Uhr
im Dom zu St. Jakob, Innsbruck

Jeden 1. Samstag im Monat, 15-17 Uhr, findet ein Forum für Eltern, deren Kinder vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind, im Haus der Begegnung, Innsbruck, Rennweg 12, statt (außer in den Schulferien). Kontakt: PA Mag. Tomy Mullur, Klinikseelsorge Innsbruck, Tel: 050 504-22285

Buchempfehlung:
„Frohes Warten – früher Tod“

Erfahrungen/Rituale/Trauerbegleitung
Autoren: Tomy Mullur/Andrzej Krzyzan
Tyrolia-Verlag

„Unser Kind soll zu Hause sterben.“

"Die Kinderhospizarbeit und pädiatrische Palliative Care stecken in Österreich in den Kinderschuhen.“ Waltraud Klasnic

Der Dachverband Hospiz Österreich weist darauf hin, dass es in Österreich für schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche kein ausreichendes an ihre besonderen Bedürfnisse angepasstes Unterstützungsangebot nach palliativen Gesichtspunkten gibt.

„Erkrankte Kinder unterschiedlichen Alters haben verschiedene Bedürfnisse, brauchen aber immer die Liebe, Zuneigung und Geborgenheit ihrer Familie, die sich zugleich in einer sehr schwierigen und belastenden Situation befindet. Die Kinderhospizarbeit und pädiatrische Palliative Care stecken in Österreich in den Kinderschuhen“, stellt Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, fest. „Der Dachverband Hospiz Österreich setzt sich deshalb für dieses Thema verstärkt ein und unterstützt und koordiniert die flächendeckende Entwicklung entsprechender Strukturen auf Bundesebene.“

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im PDF des Dachverbandes Hospiz Österreich!

Theatertipp: Ente, Tod und Tulpe – Theater für Kinder ab sechs Jahren

Die Ente führt ein beschauliches Leben zwischen Nest und Teich, zwischen Frühsport, Gründeln und Siesta. Doch etwas ist merkwürdig in letzter Zeit. Eines Tages taucht ein unerwarteter Gast am See auf – der Tod.

Eine Geschichte für Menschen ab sechs mit Livemusik nach dem gleichnamigen Buch von Wolf Erlbruch

Gastspiel im Tiroler Landestheater anlässlich des Welttags des Theaters für junges Publikum

Mit: Martina Couturier und Heiki Ikkola

Musik: Anja C. Gilles

Regie: Jörg Lehmann

Wann: Freitag, 18. März 2011, 18.00 Uhr
Wo: Kammerspiele
Karten: an der Kassa des TLTs für 8.- bzw. 10.- Euro Dauer: ca. eine Stunde

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Homepage des Tiroler Landestheaters!

Die Ente führt ein beschauliches Leben zwischen Nest und Teich, zwischen Frühsport, Gründeln und Siesta. Doch etwas ist merkwürdig in letzter Zeit. Eines Tages taucht ein unerwarteter Gast am See auf – der Tod.

Nach dem ersten Schrecken entschließt sich die Ente zur Flucht nach vorn und lädt den Gevatter, der irgendwie auch nett ist, erst zum Gründeln, später zum Spielen ein. Beide lernen einander kennen, kommen sich näher und machen überraschende Erfahrungen. Und am Ende trägt der Tod die Ente zum großen Fluss und ist fast ein wenig betrübt… Die Geschichte einer wunderbar berührenden Freundschaft mit aller Gelassenheit und Poesie, die das Leben zu bieten hat.

Die Inszenierung „Ente, Tod und Tulpe“ wurde als eine der zehn bemerkenswertesten deutschen Kindertheater-Inszenierungen zum Festival Augenblick Mal! 2009 in Berlin eingeladen und ist Preisträger des Berliner Theaterpreises Ikarus 2009.

Presseresonanz:

„Nichts ist anfangs zu spüren von dem traurigen Thema, um das es in dem Kinderbuch “Ente, Tod und Tulpe” von Wolf Erlbruch geht. Martina Couturier und Heiki Ikkola nähern sich in seiner Umsetzung behutsam dem Thema Sterben an und machen es für Kinder ab fünf Jahren verständlich.“ (Berliner Zeitung)

„Eine der schönsten Inszenierungen der Saison.“ (Zitty)

Wenn Kinder einen geliebten Menschen verlieren

Lange saßen sie dort und hatten es schwer
Doch sie hatten es gemeinsam schwer,
und da war Trost.
Leicht war es trotzdem nicht.

Astrid Lindgren

Wenn Kinder einen geliebten Menschen verlieren, erfahren sie sehr früh die Widersprüchlichkeit des Lebens. Ein solcher Verlust ist oft verbunden mit Verwirrung und Gefühlschaos. Kinder können mitunter auf den Verlust mit Rückzug, Angst, Schuldgefühlen, Schlafstörungen, Aggressionen oder auch übermäßiger Anpassung reagieren. Es fehlt ihnen manchmal (noch) die Möglichkeit, sich verbal mitzuteilen, ihre Gefühle auszudrücken und ihre Umgebung zu informieren, „was los ist“.

Stirbt ein Kind oder ein Elternteil so ist der Schrecken, das Leid und die Trauer so groß, dass sie nicht erträglich scheinen, auch nicht für die hinterbliebenen Erwachsenen. In dieser Situation kommen Kinder manchmal zu kurz. Die Trauer der Eltern kann so unermesslich groß sein, dass Kinder aus dem Blickfeld geraten, ihre Gefühle und Bedürfnisse unbeantwortet bleiben, weil für den Moment die Zeit still zu stehen scheint, der Glaube daran, dass der Alltag weitergehen soll, schwindet.

Die Erwachsenen in der Umgebung sind nicht selten selbst gefangen in Trauer und Krise und überfordert mit der Aufgabe, das „hinterbliebene“ Kind zu begleiten. Gegenseitiges „Schonen“ und das große Bemühen um einen funktionierenden Alltag bedeuten für Kinder oft, jetzt „groß und stark“ sein zu müssen.

Trost ist dort, wo Trauer und andere Gefühle geteilt werden können.

In dieser Zeit kann es gut tun, in einem verständnisvollen und „belastbaren“ Freiraum Unterstützung zu finden, wo Gefühle und Bedürfnisse Platz haben und andere Kinder in ähnlichen Situationen sowie geschulte erwachsene Begleiterinnen sind.

Wenn Sie von einem Kind wissen oder eine Familie kennen, für die eine solche Gruppe hilfreich sein kann, bitte fordern Sie einen Informationsfalter bei uns unter 0512/7270-38 bzw. hospiz.caritas@dibk.at an.

Infofolder zur Kinder Trauergruppe (PDF)

Infofolder zum Infoabend 2009 (PDF)

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