Beiträge getagged mit Mobile Bett
Liebe für schwerkranke Menschen – Benefizsoirée brachte 89.000 Euro für die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Verfasst von Urban Regensburger unter UnterstützerInnen am 21. Juni 2012

Bei der Scheckübergabe an die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft (v.l.n.r Christa Redik (Innsbrucker Festwochen der Alten Musik), Barbara Achammer (ea. Projektleitung für THG), Alfred Miller (Wirtshaus Schöneck), Elisabeth Zanon (Vorsitzende THG), Oliver Schönitzer (Villa Blanka), Veronika Sandbichler (KHM Schloss Ambras), Brigitte Trampusch (Dekoration)) © THG/Foto Stanger
Unter dem Motto „Jedermann für Hospiz – Hospiz für Jedermann(frau)“ bewiesen zahlreiche Tiroler Unternehmen und private Sponsoren im Rahmen der Benefizsoiree am 1. Juni 2012 im Schloss Ambras ihre große Anteilnahme am Schicksal schwerkranker Menschen. Die Benefizsoiree wurde in Kooperation der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und dem KHM Kunsthistorischen Museum Schloss Ambras veranstaltet.
„Es freut mich ganz besonders, dass unsere Tiroler Unternehmen und viele Privatpersonen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen“, stellt die Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft Dr. Elisabeth Zanon fest: „Eine aktive Zivilgesellschaft ist neben dem öffentlichen Geldgebern ein wesentlicher Garant dafür, dass die Tirolerinnen und Tiroler in ihrer letzten Lebensphase nicht allein gelassen werden.“
Nun überreichten die OrganisatorInnen und Kooperationspartner des Benefizabends den Reinerlös von 89.000 Euro an das Hospiz. Der Betrag sichert das Mobile Hospiz- und Palliativteam bis Ende 2012 ab. Dr. Barbara Achammer, ehrenamtliche Projektleiterin: „Der Einsatz und die Freude unseres Teams, für das Hospiz den Abend zu gestalten, war großartig. Dieses außergewöhnliche Ergebnis konnte nur durch die unentgeltliche Mitwirkung aller sowie durch zahlreiche Sachspenden erreicht werden, sodass die Eintrittserlöse wirklich zu 100% dem Hospiz zu Gute kamen.“
„Wir wollen durch das was wir tun, Leben erfüllter, reicher und lebenswerter machen. Die Hospizbewegung hat ähnliche Gründe für ihr Tun: sie hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, das Leben von Menschen in ganz besonders schwierigen Lebensphasen lebenswerter und erfüllter zu machen,“ so Christa Redik, Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen. „Uns war es ein großes Anliegen durch unsere Erfahrung, guten Kontakte und Manpower die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft bei der Organisation dieser Veranstaltung zu unterstützen.“
“Für das Hospiz wurden erstmals die historischen Rüstkammern für ein Dinner geöffnet “, freut sich Dr. Veronika Sandbichler, Direktorin KHM Sammlungen Schloss Ambras über den großen Erfolg.
Der Abend gliederte sich in einen literarisch-musikalischen Teil mit Burgschauspieler Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka, die, musikalisch begleitet von den Brüdern Wladigeroff, Texte von Nobelpreisträgern zum Thema Liebe vortrugen. Im Anschluss fand in den historischen Rüstkammern ein Benefizessen für 150 Personen statt, unentgeltlich ausgerichtet durch Sternekoch Alfred Miller (Wirtshaus Schöneck), Villa Blanka, Gottardi Feine Weine und Brigitte Trampusch (Dekoration).
Unter den prominenten Unterstützern befanden sich unter anderem Fröschl Bau und ATP Architekten und Ingenieure, die Tiroler Versicherung, Excellent Beauty sowie die TIWAG.
Das Mobile Bett 2012 – Neue Ausgabe der Sonnenblume erschienen
Verfasst von Urban Regensburger unter Menschen am 27. Dezember 2011
Die Weihnachtsausgabe der “Sonnenblume – Zeitschrift der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft” ist erschienen.
Aus dem Inhalt:
- Sterben und Tod meines Vaters
- Die Feuerstelle unserer Arbeit
- Grußworte Altbischof Reinhold Stecher
Sie möchten unsere “Sonnenblume” regelmäßig per Post erhalten?
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Tel.: 0512-7270-38
E-Mail: office@hospiz-tirol.at
Die Feuerstelle unserer Arbeit
Verfasst von Marina Baldauf unter Mithelfen am 30. November 2011
Die verbleibende Zeit bei einer schweren Erkrankung zu Hause verbringen zu können, war vor 20 Jahren die Feuerstelle unserer Arbeit. Sicherheit zu geben, zu beraten und zu begleiten in einer vertrauten Umgebung, steht für unser Mobiles Hospiz- und Palliativteam nach wie
vor im Vordergrund. Die Angehörigen zu entlasten, aber sie auch als die wichtigsten Begleiter zu sehen, erfordert Respekt, Wachsamkeit und Einfühlungsvermögen.
Aber auch die Möglichkeit bei zu starker Belastung unsere Hospiz- Station in Anspruch zu nehmen, ist zu einer tragenden Säule geworden. Neben aller professionellen Versorgung bleiben immer der menschliche, herzliche Umgang und der klare Blick auf die Bedürfnisse der Betroffenen wesentlich.
Ich bin sehr dankbar dafür, die Rahmenbedingungen für unsere Hospiz- Arbeit in Tirol mitgestalten zu dürfen und das Bewusstsein für die Hospizidee weiterzutragen. Das gemeinsame Anliegen, die Sterbezeit als Lebenszeit zu gestalten, betrifft uns alle. Daher ist Ihre Unterstützung besonders wichtig.
Marina Baldauf
Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Wir sagen Danke – TrauerHilfe Bestattungen
Verfasst von Urban Regensburger unter UnterstützerInnen am 15. April 2011

Die Tiroler-Hospiz Gemeinschaft bedankt sich bei den TrauerHilfe Bestattungen für die großzügige Unterstützung. Im Bild: Mag. Martin Müller (GF TrauerHilfe Bestattungen), Mag. Elisabeth Draxl (Pflegedienstleitung Hospiz) mit einer Versorgungstasche, Dr. Markus Ploner (GF TrauerHilfe Bestattungen) und Mag. Werner Mühlböck (GF Tiroler Hospiz-Gemeinschaft).
Die TrauerHilfe Bestattungen unterstützen die Arbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft mit einer großzügigen Spende.
Die Spende wird für die Anschaffung von neuen Versorgungstaschen für das Mobile Hospiz- und Palliativteam verwendet: Inhalte sind Versorgungs- und Pflegematerial, Schmerzmedikation, Schmerzpumpen etc.
Vielen Dank für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit!
Wir sagen Danke – Mobiles Bett 2011
Verfasst von Urban Regensburger unter UnterstützerInnen am 9. März 2011

Die mobile Betreuung der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft kann dank der großzügigen Unterstützung der Tiroler Bevölkerung auch im Jahr 2011 in vollem Umfang aufrecht erhalten werden.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihre großzügige Unterstützung des Mobilen Bettes 2011. Durch dieses “Mobile Bett” können Sterbende, ganzheitlich begleitet durch ÄrztInnen, Pflegende und Ehrenamtliche, ihre letzte Lebenszeit in Würde daheim im vertrauten Umfeld verbringen.
Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeisnchaft
Marina Baldauf (Vorsitzende) und Werner Mühlböck (Geschäftsführer)
Vernissage auf der Hospiz- und Palliativstation Innsbruck
Verfasst von Urban Regensburger unter Begegnungen am 14. Februar 2011
Am vergangenen Freitag, den 11. Februar 2011, fand eine beeindruckende Vernissage auf der Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck statt. Edith Scherkl, die vom mobilen Hospiz- und Palliativteam der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft betreut wird, freute sich über die zahlreichen Gäste und das große Interesse an ihren Bildern.
Im Folgenden einige Bildimpressionen von einem besonderen Abend:
Anklöpfeln des Mobilen Hospiz- und Palliativteams
Verfasst von Christian Sint unter Begegnungen am 10. Januar 2011
Wir sagen Danke – Mobiles Bett
Verfasst von Marina Baldauf unter UnterstützerInnen am 20. Dezember 2010

„Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wünsche ich Ihnen einen gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und möchte mich bei allen herzlich bedanken, die den Fortbestand der mobilen Hospiz- und Palliativbetreuung auch im kommenden Jahr ermöglichen.“ Marina Baldauf, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Hallo, ich brauche Hilfe!
Verfasst von Elisabeth Draxl unter Mithelfen am 10. Dezember 2010

Das Mobile Hospiz- und Palliativteam kann auf die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen eingehen.
Aus dem Alltag des Mobilen Hospiz- und Palliativteams
Eine aufgeregte Stimme berichtet über einen kranken Vater, der schon lange an einer Krebserkrankung im Kieferbereich leide, nun zu Hause unerträgliche Schmerzen und Atemnot hat. Der Hausarzt sei nicht erreichbar und der Patient wolle unter keinen Umständen in die Klinik.
Wir brauchen Unterstützung
Kurz darauf folgt eine rasche Visite zusammen mit unserer Hospizärztin und ein Therapieplan wird erstellt. Auf der Hospiz- und Palliativstation, die alle Ressourcen bereit stellt, kann ich mir die nötigen medizinischen Behelfe holen und über eine Leitung durch die Haut Herrn K. eine Schmerzpumpe anbringen, deren Medikamente zugleich atemberuhigend wirken. Im Laufe eines sehr berührenden Gesprächs entspannen sich Herr K. und seine Tochter zunehmend. Herr K. beginnt zu erzählen und scherzt mit uns. Die Tochter meint erstaunt: „So habe ich ihn schon seit Wochen nicht mehr erlebt.“ Als Herr K. mit mir zu flirten beginnt, weiß ich, dass ich für heute gehen kann.
Papa reagiert nicht mehr
Um 23 Uhr läutet das Notfalltelefon erneut. Der Sohn von Herrn K. hat den Nachtdienst übernommen und wirkt sehr besorgt: „Papa reagiert nicht mehr und er atmet so eigenartig.“ Ich fahre hin. Herr K. ist nun am Ende seiner Erkrankung angelangt. Er wird bald sterben. Aber in der vertrauten Umgebung wirkt er durch die Medikamente und wohl durch die Nähe seines Sohnes sehr entspannt und ruhig. Irgendwann habe ich das Gefühl, ich sollte die beiden in ihrer Intimität und Vertrautheit allein lassen. Zwei Stunden später berichtet mir der Sohn am Telefon, dass sein Vater friedlich verstorben ist.
Letztendlich wird alles gut
In den frühen Morgenstunden waschen und betten wir Herrn K. gemeinsam in frische Wäsche, zünden eine Kerze mit seinem Namen an und schmücken das Totenbett mit Blumen. Die Angehörigen sind verständigt, und so bleiben wir noch einen Augenblick gemeinsam verbunden und innig berührt vom Geheimnis des Lebens und des Sterbens. Dankbar für diese Begegnung, diese Nähe verabschiede ich mich in den beginnenden Tag mit der Gewissheit: Letztendlich wird alles gut.
Elisabeth Draxl, Pflegedienstleitung Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Aktion “Das Mobile Bett 2011″!
Jetzt online Spenden (bitte im Kommentarfeld “Mobiles Bett 2011″ angeben)!
„Am besten für alle wäre, ich würde sterben… Geht nicht, ich lebe zu gerne!“
Verfasst von Maria Streli-Wolf unter Begegnungen am 3. Dezember 2010
Das Leben des 42-jährigen Innsbruckers Gerhard Schöpf änderte sich im Jahr 2005 schlagartig. Angefangen hat alles mit einem harmlosen Krampf in der rechten Wade bei einem Geschäftsessen. Zehn Monate später, nach einer endlos scheinenden Zeit von Untersuchungen und Ratlosigkeit bei den ÄrztInnen, stand die Diagnose fest: Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Eine Krankheit, bei der die Muskeln absterben. Der Geist hingegen bleibt hellwach.
Wenn fast nichts mehr geht
Inzwischen sitzt Gerhard Schöpf im Rollstuhl. Er kann nicht mehr gehen, seine Arme und Hände bewegen, nicht mehr selber sprechen oder essen. Mit Hilfe seiner Frau Corinna, dem mobilen Hilfsteam „netzwerk“ und dem Mobilen Hospiz- und Palliativteam der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft lebt er aber mit seinem 19-jährigen Sohn weiterhin in seinem Haus am Rand von Innsbruck.
Was Gerhard Schöpf trotz seiner Erkrankung nach wie vor kann, ist anderen Menschen Mut und Hoffnung machen!
Der Geist, der lebendig macht
So erfüllt sich Gerhard Schöpf im vergangenen Juli mit Unterstützung der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft einen langgehegten Wunsch. Er hält mit Hilfe seines augengesteuerten Sprachcomputers einen Vortrag, in dem er mit seinen Augen den Text schreibt und der Computer für ihn spricht.
In einem übervollen Saal im Haus der Begegnung in Innsbruck erzählt Gerhard Schöpf über seine Krankheit, seine Ängste, seinen Zorn und seine Trauer. Aber vor allem offenbart sich dem Publikum seine nicht schwindende Freude am Leben. „Am besten für alle wäre, ich würde sterben“, dachte er sich in Momenten der totalen Verzweiflung. Aber: „Geht nicht, ich lebe zu gerne!“, sagt dieser beeindruckende Mensch.
















