Beiträge getagged mit Schule
Hospiz zu Besuch im BRG Telfs
Verfasst von Prof. Thomas Zettinig unter Begegnungen am 19. März 2012
Wahlpflichtgruppe Religion 6ab „Hospiz“. Prof. Thomas Zettinig
In den letzten Unterrichtsstunden beschäftigten wir uns mit Euthanasie. Wir erkannten, dass Palliativmedizin und würdevolle Begleitung von schwer erkrankten Menschen mögliche Antworten zum Thema Euthanasie darstellen. In diesem Zusammenhang beschlossen wir, in Kontakt mit dem Hospiz Tirol zu treten. Am 14.3.2012 besuchte uns dann Frau Rotraut Kmet vom mobilen Hospizteam im Unterricht:
Frau Kmet vermittelte uns in ihrer sehr empathischen und authentischen Art ein positives Bild von Hospiz. Die beiden Stunden vergingen wie im Nu (was immer ein gutes Zeichen ist), die Schülerinnen waren sehr interessiert, wurden sehr nachdenklich und erhielten auf ihre zahlreichen Fragen kompetente Antworten.
Das Gespräch war dank des offenen und persönlichen Klimas zwar intensiv, aber immer positiv und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Sehr sympathisch war, dass Frau Kmet auf gewisse Fragen mit “das weiß ich auch nicht” antwortete, so wie auf die Frage nach dem Weiterleben nach dem Tod, um dann ihre persönliche Meinung nachfolgen zu lassen. Nie schulmeisterlich, nie alleswissend, aber immer Hoffnung vermittelnd. Immer spürte man, wie erfahren sie im Umgang mit Sterbenden und in der Betreuung der Angehörigen ist. Begleitend dazu auch Theorie, wie ein kurzer Ausblick auf Trauerphasen. Ebenfalls wurden Rituale angesprochen, die beim Verarbeiten und Loslassen des Erlebten wichtig sind.
Was blieb:
Bereicherung, Anregung zu bewusstem Leben und Sensibilisierung auf die kleinen Dinge im Alltag.
Weitere Infos zum BRG Telfs erhalten Sie auf der Website der Schule:
Dank an Hospizteam Tirol, Frau Kmet, Frau Steixner.
Quellennachweis: Foto: Thomas Zettinig
„Hospiz macht Schule“ – Lachen, weinen, leben, sterben, Abschiednehmen
Verfasst von Maria Streli-Wolf unter Fragen und Antworten am 25. November 2011

Mit den Bildern der Ausstellung „Noch mal leben“ werden die Schülerinnen dazu ermutigt, die Themen Sterben und Tod ein Stück an sich heranzulassen.
Erwachsene tun ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie Sterben, Tod und Trauer tabuisieren und von ihnen fernhalten wollen. Vielmehr verstellt dieses Verdrängen den Blick auf die Fülle des Lebens und schneidet die jungen Menschen von wichtigen Lebenserfahrungen ab.
Denn Fragen des Sterbens sind immer auch Lebensfragen.
„Hospiz macht Schule“, ein Projekt der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und der Katholischen Jungschar, bietet Kindern und Jugendlichen die Chance, sich in ihrem Schulalltag in einem geschütztem Rahmen mit ihren eigenen Trauer- und Verlusterfahrungen bewusst auseinander zu setzen. So können sie erfahren, dass das Leben aus Lachen und Weinen, sowie Freude und Trauer besteht.
- ReferentInnenteam: Ehrenamtliche HospizmitarbeiterInnen gemeinsam mit JugendleiterInnen oder PädagogInnen.
- Die genauen Projektinhalte und Rahmenbedingungen werden von den zuständigen LehrerInnen und dem ReferentInnenteam gemeinsam abgesprochen.
- Mindestens 3×2 Unterrichtseinheiten innerhalb eines Semesters.
- Das Projekt ist kostenlos.
- Ab der 5. Schulstufe
Kontakt und Information:
Susanne Jäger, Bildungsreferat Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Tel.: 0512/72 70-38
office@hospiz-tirol.at
Projektleitung:
Maria Streli-Wolf, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft
Hannes Wechner, Katholische Jugend
Die Einsamkeit der leeren Tafel – Projekt „Hospiz macht Schule“
Verfasst von Urban Regensburger unter Begegnungen am 21. Oktober 2011
Statements der 8A Ursulinen Innsbruck zum Projekt „Hospiz macht Schule“
- Dieser Workshop konfrontierte uns mit einem wichtigem Punkt im Leben, dem jeder und jede von uns des Öfteren ausgesetzt ist. „Abschied nehmen und trotzdem weiter leben“ ist für mich der Satz, den ich mit diesem Projekt verbinde. Es wurde uns klar, dass das Leben aus vielen Neubeginnen besteht. Sophia
- Am besten gefiel mir, dass wir an uns selber einen Brief schreiben sollten, in welchem wir schilderten, was wir tun würden, wenn wir nur mehr ein halbes Jahr zu leben hätten. Dies zeigte mir die wichtigsten Dinge und Menschen in meinem Leben auf. Judith
- Manchmal ist es gut sich Gedanken machen zu müssen, wenn einem nur die Denkanstöße fehlen. Miriam
- Es war für einige sicherlich eine gute Erfahrung, da uns bewusst gemacht wurde, dass man auch lernen kann sich mit dem Thema Trauer auseinanderzusetze und damit so umzugehen, wie es für einen persönlich am besten ist. Julia
- Am eindrucksvollsten fand ich die Fotos der einerseits lebenden andererseits verstorbenen Personen. Es war traurig aber irgendwie auch wieder nicht, da alle glücklich und zufrieden ausgesehen haben. Daniela
- Es war eine tolle Erfahrung, mit vielen emotionalen Eindrücke, welche uns ein anderes Bild über den Tod verschafft haben. Julia, Gloria H., Gloria K.
- Für uns, Katharina, Julia und Monica, war dieses Hospiz- Projekt eine wertvolle Erfahrung, das uns den Begriff Trauer näher gebracht hat. Sich mit Gefühlen und Emotionen auseinanderzusetzen war zu Beginn schwer, jedoch haben sie unseren Horizont erweitert und uns einen Einblick in eine andere für uns „fremde“ Welt gegeben. Dafür nochmals ein herzliches Vergelt’s Gott!
Weitere Informationen zum Projekt Hospiz macht Schule finden Sie hier!
Was soll das heißen „Hospiz macht Schule“?
Verfasst von Maria Streli-Wolf unter Begegnungen am 22. Juni 2011

Es ist nicht immer der Tod oder die Trennung der Eltern, auch der Abschied von einer guten Freundin kann sehr schmerzen. Die Schülerinnen tauschen sich intensiv über ihre persönlichen, schon erlebten Abschieds- und Verlusterfahrungen aus.

Mit den Bildern der Ausstellung „Noch mal leben“ werden die Schülerinnen dazu ermutigt, die Themen Sterben und Tod (natürlich immer freiwillig) ein Stück an sich heranzulassen.

Als Abschluss, nach drei intensiven Doppelstunden, schreiben sich die Schülerinnen selbst einen Brief. „Was ist dir noch wichtig, wenn du wüsstest dass du nicht mehr lange zu leben hast?“, lautet die Aufgabe. Der Brief wird ihnen zwei Wochen später nach Hause geschickt.
„Erfahren wir da was über Medizin oder worum geht´s da eigentlich?
Die Schülerinnen der 7A Klasse der Ursulinen in Innsbruck hatten wenig bis gar keine Vorstellung davon, was sie im Projekt „Hospiz macht Schule“ erwartet.
Am wenigsten hatten sie wohl damit gerechnet, dass es um sie selber geht.
Nämlich um IHR LEBEN!!!
Um ihre Trauer, ihre Abschieds- und Verlusterfahrungen, die sie schon gemacht haben.
Jede hat sich im Laufe ihres Lebens schon einmal von etwas verabschieden müssen. Vom Haustier, einer Freundin, einem geliebten Ort, von der wunderbaren Ferienzeit oder aber auch von der verstorbenen Großmutter oder einer anderen geliebten Angehörigen.
Sich dieses Verlustes und der damit verbundenen Trauer bewusst zu werden tut weh. Da können Tränen fließen. Die Erinnerung daran schmerzt.
Wozu? Warum soll ich mich an etwas erinnern das mir so weh tut?
Sich erinnern und den Schmerz zulassen und aushalten können ist Teil eines Trauerprozesses. Sich dem Schmerz stellen und ihn nicht verdrängen hilft einen schweren Verlust verarbeiten zu können.
Das ist ja gut und recht. Aber was hat das mit Schule zu tun?
„Hospiz macht Schule“ ist Lebensschule. Das Projekt will Schülerinnen und Schülern die Chance geben, sich mit ihren eigenen Trauer- und Verlusterfahrungen bewusst auseinander zu setzen. So können sie erfahren, dass das Leben aus Lachen und Weinen, sowie Freude und Trauer besteht.
Erwachsene tun ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie Sterben, Tod und Trauer tabuisieren und von ihnen fernhalten wollen. Vielmehr verstellt dieses Verdrängen den Blick auf die Fülle des Lebens und schneidet die jungen Menschen von wichtigen Lebenserfahrungen ab.
Denn Fragen des Sterbens sind immer auch Lebensfragen!
Das Projekt „Hospiz macht Schule“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und der Katholischen Jungschar.
- ReferentInnenteam: Ehrenamtliche HospizmitarbeiterInnen gemeinsam mit JugendleiterInnen oder PädagogInnen
- Die genauen Projektinhalte und Rahmenbedingungen werden von den zuständigen LehrerInnen und dem ReferentInnenteam gemeinsam abgesprochen.
- Mindestens:
3×2 Unterrichtseinheiten innerhalb eines Semesters, max. 7×2 UE
- Das Projekt ist kostenlos.
Kontakt und Information:
Susanne Jäger, Bildungsreferat Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Tel.: 0512/72 70-38, office@hospiz-tirol.at, www.hospiz-tirol.at
Projektleitung:
Maria Streli-Wolf, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Hannes Wechner, Katholische Jugend
Hospiz macht Schule
Verfasst von Maria Streli-Wolf unter Fragen und Antworten am 2. Mai 2011

Mit dem Projekt „Hospiz macht Schule“ soll SchülerInnen ein offenerer Umgang mit Trauer und Verlusterfahrungen möglich werden.

Erwachsene tun Kindern und Jugendlichen keinen Gefallen, wenn sie Sterben, Tod und Trauer tabuisieren und von ihnen fernhalten wollen.
Jugendlichkeit, Erfolg und „Gut-Drauf-Sein“ sind heute die bestimmenden Wertvorstellungen, in denen das Alter und der Tod keinen Platz haben. Wir wollen lieber dynamisch und leistungsfähig sein, möglichst keine Falten bekommen und das Leben nicht verpassen.
Verletzbarkeit, Tod und Trauer werden verdrängt und oftmals aus unserem Leben ausgeklammert. Der Tod ist zu einem großen Tabu geworden
Erwachsene tun Kindern und Jugendlichen keinen Gefallen, wenn sie Sterben, Tod und Trauer tabuisieren und von ihnen fernhalten wollen. Vielmehr verstellt dieses Verdrängen den Blick auf die Fülle des Lebens und schneidet junge Menschen von wichtigen Lebenserfahrungen ab. Meist wird vergessen, dass das Leben von Kindern und Jugendlichen nicht frei von schmerzlichen Verlusterfahrungen ist.
Wie viele „kleine Tode“ erleben Kinder und Jugendliche im Hineinwachsen in ihre Welt – der Verlust eines Haustieren, ein/e FreundIn zieht weg, Trennung der Eltern, Auszug eines Geschwisters,… . Und schließlich aber auch die Begegnung mit dem „großen Tod“, mit dem Sterben eines geliebten Menschen.
Das lässt sich von Kindern und Jugendlichen nicht fernhalten – denn Fragen des Sterbens sind immer auch Lebensfragen.
Mit dem „Hospiz macht Schule“ wurde ein Angebot für Schulen entwickelt, das zu einem offeneren Umgang mit den Fragen um Krankheit, Sterben, Tod und Trauer führen soll. Es bietet SchülerInnen die Chance sich mit ihren eigenen Trauer- und Verlusterfahrungen bewusst auseinander zu setzen.
So können sie erfahren, dass das Leben aus Lachen und Weinen, sowie Freude und Trauer besteht.
Hier können Sie den ausführlichen Infofolder „Hospiz macht Schule“ als PDF downloaden
Kontakt und weitere Informationen:
Susanne Jäger, Bildungsreferat Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Tel.: 0512/72 70-38, office@hospiz-tirol.at
Foto: THG; Rotraut Kmet, Lukas Trentini






